Donnerstag, 7. Februar 2013

Guatemala - Maya-Ruinen von Tikal

Hallo Blog-Leser

Gestern war ein langer Tag. Bereits um 4:00 Uhr morgens wurde ich im Hostel abgeholt und mit ein paar anderen Leuten im Minibus zum Flughafen in Guatemala City gebracht. Um 6:30 Uhr ging es dann mit dem ersten Flieger nach Flores und von dort aus in einer 1-stuendigen Busfahrt zu den Maya-Ruinen von Tikal.

Wir hatten grosses Glueck mit dem Wetter. Die Tage davor hatte es jeweils geregnet und dann ist die Erkundung der Ruinen kein Vergnuegen, da Untergrund dann entweder Matsch oder extrem rutschiger Limestone-Boden ist. Wie gesagt hat es Petrus gut mit uns gemeint und wir hatten praktisch den ganzen Tage Sonne und knapp 30 Grad (geht noch - trotz hoher Luftfeuchtigkeit). Die Ruinen selber liegen grossteils im Dschungel - es wurden bis dato auch nur einige der Gebaude effektiv freigelegt - ein Grossteil ist noch verborgen unter Huegeln oder zwischen bzw. unterhalb von riesigen Baeumen.

Hier ein paar Bilder der Gebaeude:







Auch die Tierwelt haben wir mit unserem Besuch "gestoert" - man beachte vor allem den boesen Blick der Fledermaus. Die Affenbande auf dem Baum konnte ich leider nicht weiter herzoomen. Dafuer hat sich der Specht nicht stoeren lassen und pausenlos auf den Baumstumpf "eingepickt" ;-)






Insgesamt ging die Tour durch Tikal mit Guide Manuel ("Manolo") knapp 4 Stunden. Dann gabs Mittagessen und es ging zurueck nach Flores. Elia aus Australien und ich hatten noch etwas Zeit vor dem Rueckflug und wir haben dann noch Flores erkundet. Auch ein wunderschoener Ort - vor allem am Seeufer:






Nach einem Cuba-Libre (fuer 1 USD!) ging es danach mit dem Tuk-Tuk zurueck zum Flughafen. Dort haben wir noch Martin kennengelernt, ein Tiroler der schon ein paar Monate durch Sued- und Zentralamerika reist - zum Teil allein zum Teil mit Freunden. Er hat mir dann noch einen Floh ins Ohr gesetzt von wegen Bolivien und Ecuador.. mal sehn :-)

Hier sein Blog: http://www.bronxi.de (etwas professioneller als meiner) :-)

Am Flughafen in Guatemala City wartete dann Victor auf mich, der mich anschliessend zurueck nach Antigua gebracht hat.

Heute ist mein letzter Tag im Hostel "Casaluna". Hab mich hier wohl gefuehlt und gut mit dem Besitzer Mario verstanden. Der hatte 23 Jahre in New York gearbeitet und ist jetzt wieder in seiner Heimat und hat sein eigenes Hostel. Wir haben uns die letzten Tage viel unterhalten und er hat mir einiges ueber seine Familie erzaehlt.

Ungluecklicherweise ist seine Mutter vor knapp 10 Tagen gestuerzt und hat sich die Huefte gebrochen. Da eine Krankenversicherung hier fuer die meisten Leute unerschwinglich ist, muss Mario die Operations- und Behandlungskosten zu 80% selber tragen. Das sind im oeffentlichen Krankenhaus etwa USD 5'000 + etwa USD 500.- "Materialkosten" fuer die kuenstliche Huefte. Ausserdem muss der Patient mindestens 4 Blutspender bringen. Sonst kostet das ganze nochmal ein Stueck mehr.

Mario hatte dann 4 Spender (incl. ihm) organisiert, aber 3 wurden abgelehnt (einer mit Diabetes, einer mit anderem festgestellten Virus und einmal wegen "schlechter Vene"). Ich bin dann mit ihm und 3 anderen Leuten am Dienstag morgen ins Spital zur Blutspende. War noch amuesant - zur Freude der Locals sass ein Europaer unter all den "Mestizen" und "Indigeno/as" im Warteraum. Beim Durchgehen vom Fragebogen musste man dann den Namen angeben vom Patienten fuer den man spendet und ich habe dummerweise den falschen Nachnamen genannt, was wieder zu diversen Lachern gefuehrt hat. Ging dann aber alles gut und die Krankenschwester hat meine "buena vena" gelobt :-)

Da die kuenstliche Huefte noch nicht eingetroffen ist muss Mario´s Mama nun noch bis naechsten Mittwoch auf die OP warten - hoffe dann geht alles gut. Hier ein Foto von Mario:


In 1 Stunde wechsle ich dann in ein Hotel (gluecklicherweise nur 100 Meter zu Fuss vom Hostel) wo dann morgen meine Tour via Honduras und Nicaragua nach Costa Rica beginnt. Mit lachendem Auge wegen neuer Leute und Laender die ich kennenlernen werde aber auch mit einem weinenden Auge weils mir in Guatemala sehr gut gefaellt. Vielleicht fuehrt mich mein Weg ja nochmal hierher ;-)

So, das wars wieder fuer heute. Naechster Blogeintrag ist noch ungewiss - allenfalls in Honduras oder Nicaragua.

Schoena schmutziga Donnschtig und Gruesse
vom Tom

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.