Samstag, 29. September 2012
Pinnacles Climb & Headhunters Trail
Am 10. September sind wir mit unserer Intrepid-Reisegruppe nach Mulu geflogen - zum ersten mal tief in den Urwald.
Meine Gruppe war buntgemischt nach Nationalitaeten:
Peter, Judith und Sabrina (Schweiz)
Jane (UK)
Loren (mein 67jaehriger Zimmergenosse aus Orlando/Florida)
Penny, Sophie und Holly (alle Australien)
"Rony" (unser lokaler Guide)
Nach einer Bootsfahrt im Long Boat und einem ersten Trek in den Urwald zum Camp 5 haben wir abends noch eine Hoehle besucht, aus der taeglich kurz vor Einbruch der Dunkelheit rund 1 Mio. Feldermaeuse fliegen... das ganze Schauspiel dauert ueber eine Stunde!
Am naechsten Tag dann war morgens um 7:30 schon der Aufbruch zum Pinnacles-Climb.. Auch wenn wir schon +/- wussten was uns da erwartet - es wurde ein Trek den wir alle nie vergessen werden.
Die Strecke selber ist nur ca. 2.4km lang.. allerdings mit einem Anstieg von ueber 1000 Hoehenmetern und praktisch nur auf Steinen. Waehrend des Aufstiegs gibt es etliche Passagen ueber Leitern bzw. an denen man sich mit Hilfe von Seilen den Felsen hinaufquaelen muss.
Nachfolgendes Bild zeigt den ersten Seil-Abschnitt:
Verschiedenste Leute anderer Gruppen mussten waehrend des Aufstiegs umkehren, da sie am Ende ihrer Kraefte waren oder sich an den zum Teil spitzigen Steinen verletzt hatten. Dieses Schicksal ereilte leider auch Loren von unserer Gruppe, der relativ frueh umkehren musste. Die anderen kaempften mit der schwierigen Route, zum Teil mit "Hoehenangst" bei den Seil-/Leiterpassagen sowie den Witterungsbedingungen (100% Luftfeuchtigkeit).
Schlussendlich erreichten wir dann gegen 10:30 Uhr den Aussichtspunkt auf die Pinnacles...
Das "schlimmste" stand uns aber noch bevor - der Abstieg. Dummerweise habe ich mich hier etwas ueberschaetzt und bin relativ schnell gestartet. Nach einer Weile fangen die Oberschenkel dann an zu streiken und auch mental ist es eine Herausforderung, da man bei jedem einzelnen Schritt hoellisch aufpassen muss um nicht abzurutschen und sich zu verletzen (schlussendlich hatten alle von uns unzaehlige kleine Schnittwunden und blaue Flecken).
400 Meter vor Schluss ging mir dann "der Saft aus". Dummerweise war ich zu dem Zeitpunkt allein unterwegs und halb ausgetrocknet.. ich war mir auch nicht mehr sicher ob ich noch auf der richtigen Route war - vor mir und hinter mir weit und breit niemand zu sehen. Meine Wasservorraete (mehr als 3 Liter!) waren zu dem Zeitpunkt voellig aufgebraucht. Ich habe mich dann hingesetzt und gewartet.. meine Rettung waren dann 2 Guides, die mich mit einem halben Liter zusaetzlichen Wasser versorgt haben, was ich dann in einem Zug runtergespuelt hatte. Wie ein 90-jaehriger quaelte ich mich dann die letzten 400 Meter bis zum Camp und sprang direkt samt Kleidung direkt in den kalten Fluss neben dem Camp 5...
3 Tage spaeter war dann auch der Muskelkater im ertraeglichen Bereich. Und eines war mir klar - den Pinnacles Climb habe ich gleich 2x gemacht.. zum ersten und zum letzten Mal :-)
Der Headhunters Trail am naechsten Tag (ca. 11 km durch den Urwald) war dann relativ unspaektakulaer und zum Glueck ohne groessere Auf- und Abstiege. Daher auch keine Bilder in diesem Blog.
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